Joseph Haydn - Die Schöpfung Ev. Pauluskirche, Ulm am 05.05.19

Sonntag 05.05.19
Einlass: 17:15 Uhr , Beginn: 18:00 Uhr
Ev. Pauluskirche, Frauenstraße 110, 89073 Ulm

Tickets zu Joseph Haydn - Die Schöpfung Ulm


Informationen

Franz Joseph Haydn (1732–1809): Die Schöpfung

Haydn, 1732 in Rohrau (Österreich) geboren, singt schon mit acht Jahren als Chorknabe am Wiener Stephansdom. Als er wegen des Stimmbruchs entlassen wird, verdient er seinen Lebensunterhalt als Klavierbegleiter und Tanzbodengeiger. Haydn wird Kapellmeister am Fürstenhaus Esterházy, bekommt diese Stellung lebenslang zugesagt und ist somit finanziell abgesichert.

Eine seiner wenigen Reisen führt Haydn 1791 nach London, wo ihn das große Händel-Festival tief beeindruckt. Bei einer zweiten Reise nach England bekommt er von seinem Konzertveranstalter Salomon die Textvorlage für Die Schöpfung, die angeblich für Händel geschaffen worden war. In Wien übersetzt Baron van Swieten den Text und macht daraus ein wirkungskräftiges Libretto, das Prosatexte der Schöpfungsgeschichte nach dem Ersten Buch Mose mit Paradise Lost, einem Gedicht des Dichters John Milton, verbindet.

Haydn arbeitet von Ende 1796 bis Anfang 1798 am Oratorium und feilt intensiv an dieser Komposition. Er legt den Schwerpunkt nicht mehr auf Arien und Rezitative, sondern wertet den Chor merklich auf. Pittoreske Naturschilderung und Lautmalerei zeichnen das Werk aus, das den Entwurf eines Menschheitsideals versucht.

Private Uraufführung 1798 in Wien, öffentliche Uraufführung 1799 in Wien, ein Jahr später Aufführung in London und weiteren Städten Englands, jeweils mit großem Erfolg, auch finanziell.

Die Begeisterung am Oratorium Die Schöpfung führte zur Bildung der Laienchorkultur mit großen Musikfesten. Bei einer Aufführung in Wien 1843 wirkten 320 Musiker im Orchester und 660 Personen im Chor mit. Haydns Oratorien Die Schöpfung und Die Jahreszeiten (Uraufführung 1801) gelten mit ihrer elementaren Klarheit und Unmittelbarkeit des Ausdrucks als Höhepunkt der Gattung Oratorium.

Irmgard Lorenz

Quellen: Harenberg Chormusikführer, Dortmund 1999; Komponistenlexikon, Hg.: Horst Weber, Stuttgart 2003; Oratorienführer, Hg.: Silke Leopold u. Ullrich Scheideler, Stuttgart/Weimar 2000; Der Brockhaus Musik: Komponisten, Interpreten, Sachbegriffe, Mannheim/Leipzig 2006; Propyläen: Welt der Musik: Die Komponisten, Berlin/Frankfurt 1989.

 

Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.


Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren