Württembergisches Kammerorchester 1. Ulmer Konzert 2017/2018 Kornhaus , Ulm am 27.10.17

Freitag 27.10.17
Einlass: -, Beginn: 19:30 Uhr
Kornhaus , Kornhausplatz 1, 89073 Ulm

Tickets zu Württembergisches Kammerorchester 1. Ulmer Konzert 2017/2018 Ulm

PreiskategoriePreisAnzahl 
Württembergisches Kammerorchester 1. Ulmer Konzert 2017/201813,00 € 

Informationen

PARISER KONZERTLEBEN

Felix Mendelssohn Bartholdy // Streichersinfonie Nr. 10 h-Moll

Jean-Baptiste Janson // Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur op. 6/1

Felix Mendelssohn Bartholdy // Streichersinfonie Nr. 1 C-Dur

Joseph Haydn // Sinfonie Nr. 82 Hob.I:82 „Der Bär“

Valentin Radutiu // Violoncello

Ruben Gazarian // Dirigent

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Konzerte für alle! Das war der Leitgedanke der in Paris 1725 erstmals gegründeten öffentlichen Konzertreihen für die Bürgerschicht. Die Concerts spirituel oder die privaten Konzerte der Loge Olympique entwickelten sich zum Podium für die Entdeckung neuer Werke aller Couleur. Der Pariser Cellist Jean-Baptiste Janson trat schon als Jugendlicher zum ersten Mal in einem der begehrten Concerts spirituel auf. Ein erster wichtiger Schritt in seiner Karriere, die ihn zu einem der berühmtesten Cellisten seiner Zeit befördern sollte. Auch als Komponist hat er sich mit zahlreichen Cello-Solostücken hervorgetan. Im ersten seiner insgesamt 12 Cellokonzerte ist der Einfluss von Joseph Haydn nicht zu überhören.

Das Pariser Publikum liebte Joseph Haydn. Für die Concerts de la Loge Olympique schrieb er sechs Sinfonien, die „Pariser Sinfonien“. Die erste trägt den unterhaltsamen Beinamen „L´Ours“, der Bär. Wer möchte, darf sich im Finalsatz bei den kleinen knurrenden Vorschlägen im Bass einen tapsigen Tanzbär vorstellen.

Für einen Sohn aus wohlhabendem gutbürgerlichem Hause wie Felix Mendelssohn Bartholdy gehörte das Reisen, das über den Tellerrand schauen und neue Eindrücke sammeln, von frühester Kindheit zum Ausbildungsplan. Paris stand zum ersten Mal 1816 auf der Reiseroute. Vielleicht sprechen seine jugendlichen Streichersinfonien genau deswegen schon eine solch bewanderte und erfahrene Sprache.

Valentin Radutiu

1986 in München geboren und schon früh vom Vater an das Cello herangeführt erhielt er Unterricht von den Großen seines Faches, von Clemens Hagen, Heinrich Schiff und David Geringas. Der Frühbegabte gewann etliche Preise, doch überstürzt nichts. Valentin Radutiu folgt mit reflektierter Ernsthaftigkeit und dem Streben nach dem „Klang als Göttin“ seinen eigenen künstlerischen Maßstäben. Mit dem WKO hat er bereits drei klassische Cellokonzerte – darunter das von Jean-Baptiste Janson – aufgenommen, deren Veröffentlichung in Kürze bevorsteht.