
Duo Louis Sclavis (cl, bcl) - Benjamin Moussay (p) / James Carter Organ Trio celebrating Coltrane 2026
Das Duo vereint zwei herausragende Stimmen des europäischen Jazz: Klarinettist Louis Sclavis und Pianist Benjamin Moussay. Der eine aus Lyon, der andere aus Strasbourg stammend, spielen die beiden seit über zehn Jahren zusammen, kennen sich also in- und auswendig Die Stücke entfalten sich als intime Dialoge zwischen lyrischer Ruhe, improvisatorischer Offenheit und expressiven Kontrasten.. So schaffen die beiden eine poetische, nuancierte Klanglandschaft von Tiefe und akustischer Sensibilität. Der in Detroit geborene James Carter, der mit seinem Trio den zweiten Teil des Abends bestreitet, schafft es, die gesamte Jazzgeschichte in ein einziges Set zu packen. Der Weltklasse-Saxophonist, der mit 17 Jahren von Wynton Marsalis entdeckt wurde, sprüht nur so vor Energie und beschwört mit Verve und musikalischer Ausgelassenheit sowohl frühen Jazz, Swing, Jump-Blues, als auch die Avantgarde herauf. Mit einer solch unglaublichen technischen Brillanz und individuellen Klangsprache auf diversen Saxophonen kann kaum sonst jemand aufwarten. Noch dazu besitzt bei Carter alles eine unwahrscheinliche Unangestrengtheit und Fokussiertheit. Mit Gerard Gibbs an der Hammond B3 und Alex White an den Drums formt er sein Organ Trio, das an diesem Abend an die Jazzlegende John Coltrane erinnert, die 2026 hundert Jahren alt geworden wäre.
Foto: Duo Sclavis - Moussay: Stephanie Griguer James Carter: Pierre-Yves Salique